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Tipps und Tricks

  Bespiel für die Spantenbauweise. Im Gegensatz zur offenen Rahmenbauweise gibt es hier keinen Grundrahmen.  

Das Fundament einer Modellbahn-Anlage...

Damit die Anlage über Jahre hinweg funktionstüchtig bleibt, ist eine stabile Konstruktion nötig. Dem Modellbauer bleibt es überlassen, ob der sich für die offene Rahmenbauweise entscheidet oder die reine Spantebauweise bevorzugt. (Der Aufbau auf einer einfachen Grundplatte empfiehlt sich nur für Anlagen mit einer Ebene ohne größere Höhenentwicklung)

Offene Rahmenbauweise

Bei diesem Konstruktionsprinzip bildet ein Kreuzrahmen die Basis. Auf diesen Rahmen werden die Gleistrassen und Aufbauten montiert. Die Flächen zwischen den Trassen werden mit Drahtgewebe überspannt oder mit Styropor aufgefüllt.

Spantenbauweise

Das zentrale Element sind hier die Querspannten, auf denen die Gleistrassen montiert werden. Die Spannten folgen der Kontur der späteren Landschaft.

Der äussere Rahmen von gößeren Anlagen besteht aus 15mm Dreischicht-Platten, wie sie auch im Möbelbau zur Anwendung kommen, bei kleineren Modulen oder wenn ein Kreuzrahmen die Basis der Anlage bildet, genügen für die Aufbauten 10mm Sperrholz. Die Stabilität ergibt sich durch die Querspannten, die in den Rahmen eingeleimt werden. Das aus dem Flugzeugbau stammende Prinzip ermöglicht maximale Stabilität bei minimalem Gewicht. Auf den Spanten liegen später die Gleistrassen, ebenfalls aus stabilen 10mm Sperrholz.



Wo alle Gleise ruhen...

So unterschiedlich wie die Gleissyteme sind auch die Methoden zum verlegen der Gleise.
Bei allen Gleisen sorgt das Altern der Profile für ein realistischeres aussehen. Auch die Gleise selbst sollten etwas patiniert werden. Die Möglichkeiten sind manigfaltig. Mittels Dry Brush, Pulverfarben und verdünnter Schmutzfarbe rückt man dem Gleis auf die Pelle. So werden aus Kunstoffschwellen Holzschwellen und Fabrikneue Neusilber oder Messing Profile verwandeln sich in verrostetes Eisen.

Bei Gleisen mit angespritzter Bettung gestaltet sich die Verlegung recht einfach und Zeitsparend. Je nach System sind eventuell noch Nacharbeiten erforderlich um dem Gleis ein realistischeres Aussehen zu verleihen.

Das vorbildgerechte Schottern von Gleisen ohne fertige Bettung erfordert etwas Übung, geht aber dann recht flott von der Hand. Der Schotter wird mit einer Glasflasche aufgebracht und mit einem Pinsel verteilt. Die Sandstreifen werden im gleichen Arbeitsgang angelegt, alles zusammen kräftig angefeuchtet und mit verdünntem Holzleim getränkt.


Mauer- und Tunnelbau...

Nahezu alle Bahnkunstbauten wie Stützmauern und Tunnels entstehen nach dem gleich Prinzip. Der Rohbau besteht aus Sperrholz und wird mit verschienden Styrodur-Mauerplatten von HEKI oder NOCH beklebt. Simse, Bogen und Mauerabschlüsse werden aus demselben Material hergestellt und aufgeklebt.

Anschließend wird das Gemäuer mit verschiedenen Farben bemalt. Zunächst wird der gesamte Ausschnitt mit einer dunklen Farbe grundiert, dann helle Farbe aufgetupft und zum Schluß mit weiß die Erhebungen hervorgehoben.




Gebirge, Steinbruch oder nur ein einsamer Felsen...

Zunächst wird Fliegengitter auf den Spannten befestigt. Aus Gips entstehen die Rohformen, die dann mittels Stemmeisen ihre scharfkantige Form erhalten. Eine Hersteller bieten Gussformen für Gips an, die dem Modellbauer das Schnitzen ersparen.

Vor dem eigentlichen Farbauftrag erfährt der Gips eine Behandlung mit Tiefgrund um ein Austrocknen der Farben zu verhindern. Dann wird der künftige Fels in der hellsten Gesteinsfarbe bemalt. Je nach Gesteinsart kann der Farbton von lichtem grau/braun bis hin zu einem hellen grau/violett reichen. HEKI bietet fertig gemischte Farben in verschiedenen Tönungen an.

Ist die Farbe trocken wird die dunkle braun/schwarze Lasurfarbe aufgbracht und mit einem feuchten Schwamm wieder abgewischt. Dabei verbleibt ein Teil der Farbe in den Vertiefungen. Hier gilt es den Mittelweg zu finden wo der Farbverlauf von dunkel nach hell möglichst gleichmäßig erscheint und auch in ebenen Teilen Strukturen erkennbar bleiben. Der Gips sollte dabei schon gut durchgetrocknet sein, sonst werden die Felskanten abgeschliffen und die Felsen wirken nicht mehr so scharfkantig.

Zum Abschluß sorgt auch hier der dezente Einsatz von weißer Farbe für den Kontrast und die Imitation von Kalkablagerungen. Eingebettet in reichlich Grünzeug lassen sich mit dieser Methode recht realistisch wirkende Felsformationen gestalten.

Wiesen, Büsche, Bäume, Wälder...

In diesem Stadium des Anlagenbaus wird aus einer unwirtlichen Gips-Landschaft ein Abbild der Realität. Verarbeitet werden verschiedene Materialen von Heki, Noch und Silflor.








Der Letzte Schliff...

Richtig lebendig wird eine Anlage durch viele Details. Reisende auf dem Bahnsteig, Fusgänger im Dorf... Kleine Scenen die den Blick des Betrachters auf sich lenken und eine Geschichte erzählen. Zubehör von Preiser, Noch und Faller beleben die Anlage.

Unser Fischer hier war offensicherlich erfolgreich. Das scheint schon eine recht ansehnliche Forelle zu sein, die er seinen Kameraden vor die Nase hält.

Der Traktor ist schon ein älteres Kaliber. Ein paar Alterungsspuren geben dem Modell etwas mehr Pfiff. Wohin der wohl unterwegs sein mag?

Auf den Ersten Blick schein diese V100 etwas fehl am Platze zu sein. Aber in der Epoche III war die Umstellung von Dampf auf Diesel- oder Elekrolokomotiven in vollem Gange. Auch später wurden die Anlagen zur Dampflokversorgung noch nicht gleich abgerissen.

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