Modellwelt Inhalt

N Modulanlage: Burgmodul
Dornröschen (Burgruine Gutenfels)

  Erst mal alle Teile auspacken.  
  Grundierung verdünnen und alle Teile zurechtlegen  
  Die Grundierung muss in alle Spalten und Ritzen!  
  Die Felsen werden bräunlich getönt...  
  ...und die Mauern sind eine graue Erscheinung.  
  Mit einem Zahnstocher wird die Farbe möglichst ohne Öl vom Grund der Dose hervorgeholt.  
  Feuerzeugbenzin ist eine günstige Verdünnung für die Revell Farben.  
  Nach dem Trocknen wird alles zusammengeklebt. Zunächst eine Stellprobe...  
  ...dann Weissleim dünn mit einem Pinsel aufbringen.  
  Jetzt fehlt nur noch der Turm.  
  Einzelne Grasbüschel werden mit der Pinzette gepflanzt.  
  Schnell noch Büsche von Silhouette anbringen und schon geniesen ein paar wandernde Preiserlein..  
  ...die schöne Aussicht vom Burgberg.  
  Ein wenig Seitenlicht gibt einen schönen Schattenwurf und Tiefe.  

Dornröschen - Die Burgruine Gutenfels (Modellbau Luft)

Zu Beginn legt man sich die benötigten Materialien zurecht: Farben, Feuerzeugbenzin, Malzeug, einige Küchentücher und natürlich die Gipsteile.

Samthandschuhe braucht man nicht, die Hände sollten aber fettfrei sein. Das Material ist recht stabil. Allerdings muss man schon etwas aufpassen damit man nirgendwo anstößt. Kleine Teile wie die Zinnen können dabei abbrechen. Auf der andern Seite baut man ja eine Ruine, für einen gewissen Schwund hat die Natur schon gesorgt...

Vorbereitender Grund...

Zunächst werden die Gipsteile mit einem, wasserverdünnbaren und lösemittelfreien Tiefgrund (Baumarkt, Toom ehem. Stinnes ö.ä.) behandelt. Dies dient dazu die Saugfähigkeit des Gips einzuschränken, damit die nachfolgenden Farbschichten nicht zu schnell abtrocknen.

Den 1:1 verdünnten Tiefgrund allseitig aufbringen, dabei gründlich auch die Ecken und Fugen und Unterseiten nicht vergessen! Würde man eine Stelle vergessen, verhält sich die Farbe später unterschiedlich und unkontrollierbar.

Aus der Tiefe einer Dose...

Zum Einsatz kommen hier gängige Revell-Farben. Allerdings werden die Dosen nicht wie vom Hersteller vorgeschlagen geschüttelt, sondern man nimmt nur mit einem Zahnstocher die dickliche Farbe vom Grund der Dose heraus. Dabei möglichst wenig von dem darüber schwimmenden Öl mit nehmen. Dadurch werden die Farbaufträge gleichmäßig Matt und es entsteht kein unnatürlicher Glanz.

Zum Kolorieren werden die Farben mit Feuerzeugbenzin stark verdünnt. Die benötigten Farben kann man zunächst auf einem kleinen Brettchen "zwischenlagern" und dann mit dem Pinsel in einem kleinen Deckel (Oder Kunststoff Farbpalette) mit dem Benzin vermischen.

Ob die Farbe dünn genug ist, lässt sich mit einem Stück Holz oder der Unterseite des Modells prüfen. Das Benzin verdunstet schnell, die Farbe wird dadurch mit der Zeit wieder kräftiger und es muss erneut etwas Benzin dazugegeben werden.

Als Alternative können hier wasserlösliche Farben aus dem Künstlerbereich verwendet werden. Feine Aquarellfarben funktionieren sehr gut und haben den Vorteil das sie langsamer abtrocknen. Allerdings sollte man diese Werke dann mit einer Schicht mattem Klarlack schützen.

(verwendete Revell Farben: matt schwarz 8, matt erdbraun 87, matt lederbraun 84)

Braune Felsen...

Zuerst werden die Felsen mit einem mittleren braun (84+87, etwas 8) eingefärbt. Dabei möglichst auch kleiner Mauerpartien aussparen. Diese Schicht erst mal einige Zeit trocknen lassen, damit sie beim zweiten Gang nicht so schnell anlöst. Dieser Farbauftrag darf zunächst etwas heller ausfallen.

Graue Mauern...

Jetzt erhalten die Mauern eine graue Färbung (8, etwas 84+87). Auch die Felsspalten dürfen noch mal etwas Farbe abbekommen damit das ganze plastischer wirkt. Hier gilt es den richtigen Kompromiss für die Intensität des Farbauftrags zu finden.

Einerseits wird die Farbe mit der Trocknung um einige Stiche heller. Auf der anderen Seite sollen die Strukturen auch nicht zu dunkel werden. Zwar kann man die Farbe auch wieder anlösen, aber es ist einfacher nachzutönen. Sonst kann es passieren das es allzu scharfe Trennkanten zwischen hell und Dunkel gibt, das wirkt unnatürlich. Der Schattenwurf soll letzlich ja durch die strukturierte Oberfläche entstehen.

Alles fügt sich....

Sind alle Teile fertig koloriert und durchgetrocknet, kann die Montage beginnen. Holzleim eignet sich hier ganz gut. Zuvor sollte man eine Stellprobe ohne Kleber machen. Mit einem Pinsel werden die Teile auf der Unterseite mit Leim bestrichen und dann an der vorgesehen Stelle fixiert. Der Leim sollte die Fuge ausfüllen aber nicht heraus quellen. Überschüssiger Leim kann notfalls vor dem Trocknen mit einem feuchten Pinsel entfernt werden, sofern man keine wasserlöslichen Farben verwendet hat.

Es war einmal...

Die Epoche der Burgfräuleins liegt schon lange zurück, zwischenzeitlich hat die Natur sich in den ehrwürdigen Steinen breit gemacht. Grasbüschel in verschiedenen Grüntönen lassen sich mit einer Pinzette erst in Kleber tupfen und dann in Ecken und Ritzen setzen.

Und wenn sie nicht gestorben sind....

Gestrüpp in Form der Silhouette Filigranbüsche 1:160 wächst hier und da. Tief im Wald auf einem Hügel sind ein paar Wanderer auf die Ruinen längst vergangenerer Zeiten gestoßen. Die schöne Aussicht wird doch gleich mal im Bild festgehalten.

Damit die Burg auf der Anlage gut zu Geltung kommt, sollte sie mit einem seperaten Spot von seitlich beleuchtet werden. Das betont die Fugen durch den Schattenwurf und hebt das Ensemble hervor.

...dann Modellbahnern sie noch heute!

   Modellwelt Inhalt