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N-Diorama Workshop (Teil I)

Eine Platte Styrodur...

Aus der Fülle an Plattenmaterial die im Baumarkt zu haben sind, hat sich das grüne Styrodur am besten bewährt. Dabei sind Platten zu bevorzugen, die eine glatte Oberfläche aufweisen. Diese lassen sich einfach mit einem Bastelmesser schneiden und aufeinander türmen.

Ein Stück Sperrholz eignet sich gut als Trassenauflage. Da die Trasse in unserem Fall keine Kräfte aufnehmen muß, spiele die Stärke keine Rolle. Es könnte hier sogar ganz auf die Platte verzichtet werden, wenn zum verkleben der Korkstreifen ein Kleber verwendet wird, der das Styrodur nicht angreift.

Harter Stein...

Felsen aus Gips zu schnitzen ist nicht jedermanns Sache wenngleich auch nicht allzu schwer und durchaus erlernbar. Richtig koloriert ergeben solche Felsen ein sehr stimmiges Bild. Bei größeren Projekten macht sich jedoch der preiswerte Rohstoff bemerkbar. Auf der anderen Seite kann das hohe Gewicht und eine eventuell schlechte Zugänglichkeit vor Ort schnell zum Problem werden.

Zunächst werden Styrodur-Blöcke zu der groben Felsformation aufgehäuft. Diese erhalten eine Überzug aus Gips, der ruhig etwas stärker sein darf, damit man bei der späteren Bearbeitung nicht gleich durchbricht. Etwa 1-1,5 cm sind OK.

Mit dem Stemmeisen und einem Messer rückt man nun dem Gips zuleibe. Solange man keine bestimmte Formation herausarbeiten möchte, muss man lediglich auf eine halbwegs einheitliche Schichtung achten und dabei möglichst schroffe Felsen herausarbeiten. Je mehr Kante desto besser!

Wo alle Gleise ruhen...

Werden die Gleise auf einer harten Unterlage verlegt, ist eine Schicht aus geräuschdämmendem Material nicht zu verachten. In unserem Fall dient die Korkstreifen eher der Nachbildung eines formschönen Schotterbetts.

Zum verkleben der Streifen eignet sich jeder Kontaktkleber. Als recht praktisch hat sich der Haftkleber von Busch erwiesen. Natürlich geht auch UHU Kraft, Pattex oder jeder andere Kontaktkleber.

Wichtig bei Kontaktklebern ist das beidseitige auftragen. Sowohl die Trasse als auch das Kork der werden mit dem Kleber bestrichen, dann lässt man die Sache ein paar Minuten trocknen. Erst nach dem beide Seiten halbwegs abgetrocknet sind, werden die Streifen auf die Trasse geklebt.
Hier ist etwas Vorsicht geboten! Sobald sich die Teile berühren und etwas festgedrückt sind, hält das ganze sehr gut. Korrekturen sind dann eigentlich nicht mehr möglich!

Zum Schluss wird das ganze noch mit einem Tapetenroller richtig fest angepresst. Beim Kontaktkleben ist der Druck viel wichtiger als die Presszeit!

Felsen grundieren...

Zwischenzeitlich sind die Felsen einigermaßen durchgetrocknet und können grundiert werden. Dies ist notwendig, damit die späteren Farbschichten besser auf der porösen Gipsoberfläche haften. Auch die Holzteile können damit behandelt werden, damit keine weitere Feuchtigkeit einziehen kann. Dafür eignet sich normaler Tiefgrund aus dem Baumarkt. Einfach großzügig mit dem Pinsel auftragen.

Stählerne Wege...

Um die Überhöhung darzustellen, wird ein kleiner Streifen Pappe auf eine Seite der Korkstreifen geklebt. Einfacher UHU eignet sich dafür ganz gut. Geklebt wird wieder nach der Kontaktkleber-Methode. Also erst beide Teile mit Kleber betreichen, trocknen lassen, dann zusammenkleben und festdrücken.

Die Gleise selber lassen sich recht einfach mit Doppelseitigem Klebeband auf der Trasse fixieren. Lästige Schallbrücken durch Nägel oder Schrauben werden dabei vermieden. Außerdem bleibt die Gleislage bis zum Schottern noch Korrigierbar. Recht gut eignet sich das Klebeband von TESA. Die robustere Variante ist für uns besser geeignet, das ganze soll sich später beim Schottern ja nicht wieder lösen.

Sind die Gleise alle verlegt und alle nötigen Kontakte angebracht, steht einer ersten Probefahrt nichts mehr im Wege. Die Elektrischen Arbeiten halten sich hier natürlich in grenzen. Zwei Kabel für evtl. Beleuchtung reichen völlig...

Gleise altern...

So wie die Gleise aus der Schachtel kommen, hat das mit der Realität nicht viel gemein. Beim Vorbild sind die Gleise Wind und Wetter ausgesetzt. Bremsstaub, Öl und Rost lagern sich auf den Gleisen und Schwellen ab und sorgen schnell für eine ausgeprägte Patina.

Zunächst einmal befassen wir uns mit den Schwellen. Diese bekommen eine Dry-Brush Behandlung mit einem warmen Grauton. Damit wird der Kunststoffglanz etwas gemindert und die Struktur der Schwellen hervorgehoben.

Jetzt kommen die Profile an die Reihe. Das ist eine eher zähe Geschichte, aber mit dem Pinsel etwas einfacher zu handhaben als mit dem Airbrush. Letzteres geht natürlich auch, etwas Übung mit dem Airbrush vorrausgesetzt.

Mit einem Reinigungs-Gummi wird die Lauffläche von der Farbe befreit. Der Gummi schont die Oberfläche, im Gegensatz zu gröberem Schleifpapier.

Farbe an die Felsen...

Zunächst werden die Felsen in einem dünnflüssigen, hellen Grau grundiert. Je nach Farbeinschlag kann hier schon die spätere Tönung der Felsen bestimmt werden. In unserem Fall geht das in Richtung eines sehr hellen braun-grau. Zusammen mit der Lasurfarbe ergibt sich dann die eigentliche Tönung der Felsen.

Mit Öl- oder Acrylfarben aus dem Künstlerbedarf werden die Felsen lasiert. Dabei werden die Farben stark verdünnt, so das nur leichte Tönungen auf den Flächen bleiben und die Farbe in den Vertiefungen zusammenläuft.

Zum Schluss werden noch die Kanten mit etwas heller Farbe betont. Hier sollte man allerdings sehr sparsam sein und nur ganz vorsichtig die Strukturen hervorheben.

Zum Testen der Wirkung hab ich hier einfach mal eine Köf vor die Felsen gestellt. Noch ist das ganze recht steril, aber die Felsen sind ganz gut geworden.

 Fortsetzung in Teil II...  
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