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Antrieb und Anschluss |
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Gedanken zum Weichenantrieb Stellantriebe direkt an der Weiche sind praktisch und eigentlich sogar realistisch. Naja, wenn denn der Maßstab stimmen würde! Aus mechanischen Gründen sind die Antriebe natürlich viel zu groß und zu auffällig. Das Einbetten der Antriebe in die umgebende Landschaft ist aufwendig und nicht selten problematisch. Eine Montage unter der Trasse - sprich als Unterflur-Antrieb - ist hier schon besser und in punkto Betriebssicherheit auch deutlich überlegen. Dies gilt jedoch nur wenn man hier Antriebe einsetzt, die speziell für die Unterflurmontage entwickelt wurden. Die neue Art des Stellens Eine besonders schöne Variante stellt der Antrieb mittels Modellbau-Servo dar. Diese werden im RC-Modellbau schon lange als Stellantriebe verwendet und sind neuerdings recht günstig zu bekommen. Mit der passenden Elektronik (zum Beispiel Weichendekoder von Kurt Haders) hat man einen sehr zuverlässigen Weichenantrieb, der den sonst üblichen elektromagnetischen Antrieben weit überlegen ist. Doppelklebeband wäre eine einfache Lösung, aber leider variiert die Lebensdauer zwischen wenigen Tagen und ewig. Hartgesottene verkleben den Servo mit Zweikomponentenkleber, was jedoch den Tausch im Falle eines Defektes zu einer brutalen Angelegenheit werden lässt. Möglich wäre sicher auch noch ein Bügel aus Blech o.ä. Meine Lösung ist ein Halter aus Resin, der eine seitliche Verschiebung erlaubt und damit die Justage der Mittenlage erleichtert. Das Urmodell wurde aus Kunststoffplatten erstellt. Die Größe der Servos variiert, gegebenenfalls sind hier mehrere Varianten notwendig. Die Form ist aus Silikonkautschuk. Sollte unter der Weiche mal kein Platz für den Servo sein, lassen sich mit Komponenten aus dem Flugmodellbau leicht Sonderlösungen aller Art realisieren. Oft liegen den Servos auch zusätzliche Ruderhörner bei, die dafür verwendet werden können. Angeschlossen Bei Weichen mit leitendem Herzstück ist der elektrische Anschluss grundsätzlich verschieden zu solchen mit isoliertem Herzstück, da sich die Polarität des Herzstückes mit der Fahrtrichtung ändern muss. In den Weichen von Minitrix befinden sich Kontakte, die mechanisch sicherstellen das an den Zungen die richtige Spannung anliegt. Gleichzeitig wird hiermit die bekannte "Stopp-Funktion" realisiert. Die Bogenweichen unterscheiden sich nochmals durch die Kontaktbleche im Herzstück. Nachfolgend ist der Anschluss beschrieben, wie er bei Weichenantrieben mit Polaritäts-Umschalter üblich ist. Man bezeichnet diese Variante auch als "DCC-friendly", da ein Kurzschluss durch entgleiste Fahrzeuge weitestgehend ausgeschlossen ist. Durch die im Digital-Betrieb stets anliegende Gleisspannung hat ein solcher Kurzschluss eher mal Konsequenzen für das rollende Material und den Betrieb. Aber auch Analog-Fahrer profitieren von dieser Maßnahme!
Das Herzstück ist von den Zungenschienen getrennt und hat einen eigenen Anschluss (grün). Dieser wird am entsprechenden Kontakt des Weichenantriebs angeschlossen. Die mechanischen Teile und die Kontaktbleche in der Weiche werden entfernt, sie werden nicht mehr benötigt. Die Zungenschienen sind mit den zugehörigen Backenschienen elektrisch verbunden. Dies geschieht einfach mit kleinen Drahtbrücken, welche vorsichtig von unten an die Profile gelötet werden. Hier ist Vorsicht geboten, der Kunststoff verträgt nicht allzu viel Hitze. Also möglichst schnell löten und keinesfalls mit zu niedriger Löttemperatur arbeiten. Die beiden folgenden Zeichnungen zeigen die beiden möglichen Zustände.
Andere Gleissysteme versorgen die Herzstücke über die Zungen, die an den Backenschienen anliegen. Diese Variante ist nicht sehr Betriebsicher, da Schmutz und Farbe den Kontakt verschlechtern und eine einwandfreie Funktion beeinträchtigen können. Weil hier beide Zungen dasselbe Potential besitzen, ist die Gefahr von Kurzschlüssen recht groß und ein Umbau äußerst sinnvoll. Kreuzungen Da es hier keine beweglichen Teile gibt, fehlt hier erst mal ein zugehöriges Polarisations-Relais. Aber auch hier gilt, das die Betriebsicherheit mit einem leitendem Herzstück im Zweifel verbessert wird. Doppelkreuzungsweichen Hier kann es je nach Bauart recht kompliziert werden. Die beiden Systeme mit der größten Verbreitung besitzen keine DKW mit leitenden Herzstücken. Der Kontakt wird fallweise mittels Kontaktblechen verbessert, auf dem die Radreifen laufen. Dennoch bleibt eine kleine Lücke und damit ein potentielles Kontaktproblem. Weichen mit leitendem Herzstück gibt es von Peco. Diese Weichen erfordern zwei Antriebe. Elektrisch können diese Weichen wie zwei zusammengesetzte normale Weichen betrachtet werden. Dabei steuert jeder Antrieb die Polarisation des jeweils gegenüber liegenden Herzstücks. Dreiwegweichen/Doppelweichen Die klassische Dreiwege-Weiche hat eigentlich versetzte Abzweige und wird auch Doppelweiche genannt. Die symetrische Variante die man üblicherweise in der Modellbahn antrifft, ist beim Vorbild eine eher seltene Form. In punkto Betriebsicherheit gilt wegen der isolierten Herszstücke dasselbe wie für die DKW. In Baugröße N bietet leider kein Hersteller eine DW an, also bleibt hier nur der Eigenbau. |
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