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Meine Lieblings-Decoder...
Die Qual der Wahl
Die Hersteller-Vielfalt bei DCC-Decodern ist gleichzeitig Fluch und Segen.
Aus der angebotenen Zahl der Dekoder einen passenden herauszusuchen
ist oft nicht so einfach. An dieser Stelle möchte ich über die von mir
gerne eingesetzten Decoder berichten.
Grundvoraussetzung bei allen Dekodern sind für mich die folgenden Eigenschaften:
- Höchstgeschwindigkeit einstellbar, ggfs. Kennlinie
- Anpassung an Motor bzw. änderbare Regelparameter,Motorfrequenz etc.
- Function Mapping (Zumindest für Licht)
- robust
Von einer digitalisierten Lok erwarte ich ein möglichst sanftes anfahren, kein Schwingen und stottern und eine realistische
Geschwindigkeit. Es gibt schon Fälle, wo der Dekoder die Fahreigenschaften verbessert. Meine E44 (MTX) ist da ein gutes Beispiel.
Allerdings kann kein Decoder Wunder vollbringen. Die Lok muß analog schon gut fahren und den Strom über möglichst
viele Räder aufnehmen. Aus einer alten Raser-Lok wird auch durch einen Spitzen-Dekoder kein frommes Lamm. Da helfen dann
nur noch mechanische Maßnahmen.
Manchmal muß man auch den richtigen Dekoder für die Lok der Wahl erst noch finden. Bei Lok mit Schnittstelle
geht das recht einfach. Eine andere Möglichkeit bei analogen Loks ist, den Dekoder vor dem Einbau testweise
zwischen Zentrale und Programmiergleis zu schalten. Entstörelemente müssen dabei unter Umständen vorab entfernt
werden, Gleise und Räder sollten absolut sauber sein. Auf- und abgleisen immer stromlos oder im Programmier-Modus,
Kurzschlüsse sind zu vermeiden!
Die folgenden Dekoder sind allesamt recht gut ausgestattet
und lassen nur wenige Wünsche offen.
Die Wertung ist sehr subjektiv und daher nur bedingt allgemein gültig!
Platz 1 - ZIMO MX62
Nicht der kleinste Decoder auf dem Markt weil doppelseitig bestückt,
aber mit Abstand der vielseitigste.
Die erste Wahl für Rangiermaschinen und weiches Anfahren. Sehr gute Ergebnisse
mit Fleischmann Loks. Preislich im oberen Mittelfeld, gute Verfügbarkeit. Einziger
Dekoder der auch im Analogmodus die CV-Einstellungen nachvollziehbar berücksichtigt.
Probleme gab es bislang nur mit einer alten MTX BR 103 mit sehr schlechten Motor.
Der Kühn schein da etwas gnädiger zu sein. Auch gibt es den Decoder nur als DCC-Version.
Platz 2 - Kühn N024
Der Kühn ist etwas dicker als der Zimo, dafür etwas kürzer. Eigentlich ein guter Allrounddekoder
für viele Loks. Die wesentlichen Features sind vorhanden um den Dekoder an viele Situationen anpassen zu können.
Preislich einer der billigsten Dekoder mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis!
Durch seine Dicke passt der Dekoder jedoch nicht in jede Lok.
Auch ist die Anfahrspannung etwas schlecht einzustellen,
Der kleine Anfahr-Ruck ist schlechteren Motor-Getriebe kaum wegzubekommen,
läßt sich aber mildern wenn die Regelung etwas sanfter eingestellt wird.
Platz 3 - Lenz Gold-Mini
Positiv überrascht war ich dann doch von den neuen Lenz-Dekodern. Von der Austattung liegen die
Dekoder irgendwo zwischen dem Zimo und dem Kühn.
Die Fahreigenschaften waren in den ersten Test sehr gut.
Bei den Parametern fürs Motor-Tuning geht Lenz
eigene Wege und bietet vorgefertigte Parametersätze für verschiedene Mototypen.
Hier wäre etwas mehr Erklärung nötig, mal sehen was da noch kommt.
Die Probleme mit Stromunterbrechungen hat man offensichtlich im Griff, wobei das
bei den H0 Dekodern schon länger kein Problem mehr ist.
Größter Vorteil ist die gute Verfügbarkeit der Lenz-Produkte allgemein.
Viele Händler führen Lenz oder bestellen zumindest auf Anfrage, was zumindest
bei meinem Händler recht schnell geht.
Platz 4 - CT-Elektronik DCX74
Im Moment der dünnste Dekoder auf dem Markt. Ist manchmal etwas zickig und ist nicht immer so gut auf den Motor anpassbar.
Die Einstellmöglichkeiten sind grundsätzlich sehr umfangreich, defacto einzige Alternative für die Nutzer der Zimo-Features.
Preislich im Mittelfeld, ein Dekoder für Spezialfälle (Köf).
Ein kleines Manko dieses Dekoders ist die relativ starke Wärmeentwicklung
(je nach Version auch ohne Last, vor allem bei höherer Gleisspannung z.B. Roco Lokmaus),
bedingt durch die kleine Bauform. Zwar werden auch die anderen Dekoder unter Last recht warm, aber hier geht
es relativ schnell und die Erwärmung ist etwas stärker. Die neueren Versionen haben hier
eine deutliche Verbesserung erfahren, es empfiehlt sich auf die Version des Dekoders zu achten.
Mit etwas Abstand zum Plastik des Lok-Gehäuse ist das aber nicht dramatisch, direkter Kontakt sollte
am besten nur mit dem Metall Chassis bestehen. Die Gleispannung sollte generell auf 14-15V begrenzt sein.
Bislang habe ich da noch keinen echten Ärger gehabt, meine Lok's sind alle noch heil.
All die anderen...
Es gibt noch ein paar Dekoder wo ich bislang noch keine Gelegenheit zum Testen hatte. Mal sehen...
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